DEG-Where2 WebApp


Eine Plattform für Neulinge in Deggendorf und Umgebung

Deg-Where2-Logo

www.deg-where2.de

 

Ob bei Nacht und Nebel, zu Fuß oder mit Bussen der Bundespolizei, dieser Tage kommen zahlreiche Menschen aus anderen Teilen der Welt nach Deggendorf. Sie sprechen Syrisch, Kurdisch oder afrikanische Sprachen und meist nur schlecht oder gar kein Deutsch. Ihre Ziele sind unklar und ihre Zukunft in Deutschland ungewiss.

An sie und alle, die ihnen auf ihrem schwierigen Weg ein bisschen weiterhelfen wollen, richtet sich eine neue Web App, die in der Ideenküche des Robert-Koch-Gymnasiums entstanden ist und nun vom Netzwerk für kulturelle Vielfalt betrieben wird.
Am Robert-Koch-Gymnasium war im Schuljahr 2014/15 wieder fair future Jahr und als hätten es die Initiatorinnen Sonja Würf und Angela Fürstenau mit ihrem neuen Thema für das Projektjahr wieder „gerochen“: genau am Puls der Zeit ist das Team mit dem Jahresthema „Migration, Flucht, Asyl“ www.roko-fairfuture.de. Ein Highlight im Projektjahr ist die Web App „Deg-where2.de“. Die App wurde der Öffentlichkeit vielfach und in verschiedener Weise vorgestellt und schließlich dem Netzwerk für kulturelle Vielfalt e.V. in Deggendorf zur weiteren Pflege und zum Ausbau übertragen.

http://www.deg-where2.de/informationen/

Aktuell wird gerade die „Back End Struktur“ der App zu einer Organisationsplattform der ehrenamtlichen Helfer für Deggendorf ausgebaut.

 

 Was heißt DEG-Where2?

DEG steht wieder für Deggendorf. Where2 ist die in die Mediensprache übertragene Übersetzung für „wohin“, bzw. etwas freier „da geht´s lang.“

 

Entstehung:

Dabei war nicht zuletzt das Empathievermögen der Schülerinnen des P-Seminars von Sonja Würf gefragt, müssen sie sich doch in die Bedürfnisse und möglichen Fragestellungen von Flüchtlingen hineinversetzen, um ihnen möglichst gut Informationen bereitstellen zu können.

Denn um Informationsbeschaffung ging es in den folgenden Wochen: Relevante Ämter, Schalter, Ausgaben, Ärzte, Apotheken, uvm wurden aufgesucht und angefragt.

Die angefragten Stellen erhielten als Dankeschön ein Plakat, das sie als Teilnehmer ausweist. Die SchülerInnnen fanden es besonders cool, dass da ein QR Code darauf zu sehen ist, über den man mit dem Smartphone direkt zur App gelangt. Nach der Datenerfassung werden die Informationen in die verschiedene Sprachen übersetzt. Hier greift die Kooperation der Projektgruppe mit Studenten der FH. Über das Sprachenzentrum wurden die Studenten per Rundmail über das Projekt informiert und eine begeisterte Woge der Hilfsbereitschaft schwappte über den Bogenbach ans Robert-Koch, sodass die Informationen für die Menschen in ihrer Landessprache auf der App bereitgestellt werden. Die ehrenamtlichen Übersetzer arbeiten unentgeltlich neben ihren Prüfungen und studentischen Pflichten an der App.

Die Übersetzung in die eigene Sprache, in Bangla, Hindi Hocharabisch, macht für Projektleiterin Würf den Unterschied zu anderen reinen Informationsbroschüren: „Daran erkennen die Menschen, dass wir ihnen wirklich was Gutes tun wollen, wenn wir sie hier in Niederbayern in ihrer Sprache ansprechen“, meint Würf und gibt zu, dass darin auch der große Aufwand für das ganze Team und nicht zuletzt für die Programmierung liegt. Zudem setzt sich diese Idee von anderen Wegweisern durch ihren sozialen und integrativen Aspekt ab; es ist eben kein „Gastrofinder“ für Touristen, sondern widmet sich Asylsuchenden und hat damit eine dezidiert caritative Komponente. Vernetzung und Pflege von Kontakten sind für Sonja Würf und Angela Fürstenau zwei maßgebliche Schlüssel zum Erfolg von Initiativen. So freut es die beiden sehr, dass sie mit Jonas Viertl, einen ehemaligen Schüler für die Programmierung der App gewinnen konnten.

 

Wir suchen Sie!

Wenn auch Sie gerne in die Web App des Netzwerks für kulturelle Vielfalt aufgenommen werden wollen, dann melden Sie sich beim Netzwerk oder posten Sie direkt auf der Web App. Seien sie dabei, wenn es in Syrisch, Kurdisch oder Russisch heißt „Deg-where2“.